Noaem in Indien (Jan-April 06)

Reiseroute
Rot ist der Hinweg von Rosa und Astrid vom 4. Januar an aus Delhi (1) über Agra und Varanasi nach Bhubaneswar (2). Danach geht es zurück nach Delhi (lila), wo sie Alex und Jörg am 22. Februar abholen. Dann geht die Route weiter durch Rajasthan (3) (blau). Den Abschluss der Reise wird Dharmsala im Himalaya sein (grün) (4).
Noaem in Indien

Die ersten Tage in Dehli
Dehli bereitet uns nicht so einen Schock wie wir befürchtet hatten, bisher läuft alles sehr gut. Zwar gibt es viel zu viele Menschen, die viel zu viel spucken, viele Rikschas, vor denen man sich in Acht nehmen muss, während man noch den Kühen ausweichen muss, aber die Menschen sind freundlich und die Händler nicht allzu schwer abzuschütteln. Langsam lernen wir auch die indische Gestik richtig zu deuten. Wir leben im Hotel Namaskar im Bazarviertel Paharganj. Hier mischen sich viele Inder mit Indivdualtouristen und es gibt jede Menge Hotels und Restaurants und wunderschönen Krimmskramms zu kaufen. Andere Viertel haben doch ein anderes Flair. Am Conaught Place, dem Herzen Dehlis, sind viele Luxusgeschäfte und Banken. Doch auch dort findet man Strassenhändler, unter anderem sahen wir einen Buchverkäufer, der neben dem neusten Harry Potter Band auch ein Buch des "German Gurus" im Angebot hatte ... was in Indien so alles möglich ist.

Am Conaugth Place gibt es natürlich auch die grossen und modernen Handyprovider, wir entschieden uns fuer Hutch. Hier stiessen wir zum ersten Mal mit indischer Organisation und Bürokratie zusammen. Schon am Eingang trafen wir auf die ersten beiden Angestellen, nach anfänglichem Missverständnis gab einer der Angestellen eine Wartelistennummer mit unserem Anliegen in einen nagelneuen Touchscreen-Computer ein. Welch ein Kontrast! Brav gingen wir mit unserer Nummer 148 in die Filiale hinein, es waren noch viiiiele andere da. Wir warteten und warteten und warteten und wurden übergangen, wahrscheinlich weil es dem Nummernverteiler zu anstrengend war unseren Name einzugeben. Erst nach zweimaligen Nachfragen, rumgeschickt werden und indischer Geduld wurden wir stolze Hutchteilnehmer.

Ausser dem Erwerb mehrerer Salwar Kamez war dies der Highlight des zweiten Tages. Von da an ingen wir auf die Jagd nach Lenga Choli und wurden vor allem im Viertel Karolbagh, einem modernen Einkaufsviertel, fündig. Wir verfielen in einen Glitzerrausch, von dem wir uns immer noch nicht ganz erholt haben. Nachdem wir uns entschieden hatten und damit ein Punkt auf unserer To Do Liste abgehakt ist, werden wir uns nun auch den kulturellen Sehenswürdigkeiten widmen.


Varanasi, eine der groessten Pilgerstaedte Indiens
Seit unserer letzten Mail sind einige ereignisreiche Tage vergangen. Inzwischen haben wir Agra (Taj Mahal) besucht und befinden uns nun in Varanasi.

Nachdem wir endlich Delhis kulturelle Highlights besichtigt haben (Rotes Fort, Lakshmi Tempel, Gandhis Grab) konnten wir ruhigen Gewissens weiterziehen.

Wider erwarten war unserer erste Zugfahrt recht entspannend. Wir hatten viiiiiel Platz, was wohl kein Indienreisender erwarten würde. Im Zug "überfielen" uns zwar einige bettelnde Kinder, singende und trommelnde Hindus und jede Menge Chai-, Erdnuss-, Spielzeug-, Bilder- und Essensverkäufer. Aber im Grossen und Ganzen hatten wir unserer Ruhe. Als wir mit dem Zug Delhi passierten sahen wir die Schattenseiten Indiens. Menschen, die in notdürftigen Zelten und Baracken lebten und Kühe, die an verschmutzten Flüssen viel Müll frassen. Spaeter wurde die Landschaft hübscher und wir sahen grüne Wiesen und Rapsfelder, die uns fast an Deutschland erinnerten.

In Agra selbst besichtigten wir natürlich das Taj Mahal. Dieses ist genauso beeindruckend wie auf den Bildern und lohnt auf jeden Fall für einen Besuch. Der Garten drumherum war eine Oase der Ruhe. Zwei Dinge waren besonders bemerkenswert an diesem Ort: Erstens forderten Schilder einen auf, seine Schuhe doch bitte NICHT auszuziehen, was jedoch keinerlei Beachtung fand. Wir passten uns der Mehrheit an und zogen ebenfalls unsere Schuhe aus. Zweitens schien auch unsere Anwesenheit spektakulär für die indischen Besucher zu sein. Wir starteten unsere Karriere als Fotomodels, unbezahlt versteht sich. Als wir auf die vermeintlich harmlose Bitte eines jungen Mannes eingingen, der ein Foto mit uns wollte, sahen wir uns auf einmal von fotowütigen Indern umlagert.  Dies steigerte sich noch im roten Fort. Hier wollten sich ganze Schulklassen mit uns fotografieren lassen. Nachdem wir eine zeitlang mitgespielt hatten und jetzt ungefähr in 20 indischen Fotoalben kleben, verzogen wir uns in einen Randbereich des Forts. Hier erregten wir sehr bald die Aufmerksamkeit von bettelnden Kindern. Als wir ihnen eine Orange schenkten, begannen sie sich darum zu pruegeln. Leider liegen in Indien Schönheit und Armut nah beieinander.

Danach ging es per Nachtzug nach Varanasi. Unserer Zugfahrt war ganz spassig, wenn auch recht schräg. Furtende, rülpsende und schnarchende Maenner hielten uns vom Einschlafen ab. Wenn wir dann doch mal eingeschlafen waren, wurden wir auf unsanfte Weise von Servicekräften geweckt, die fragten ob es uns auch gut ginge. Dies mussten wir dann auch in einem Buch bestätigen!!! Ausserdem war es im Zug sehr kalt, was wohl an der offenstehenden Tür und dem kaputten Fenster lag. Ansonsten fühlten wir uns jedoch zu keinem Zeitpunt unsicher oder ängstlich, konnten wir ja auch nicht, nachdem uns der Chef der Zugsicherheit vorgestellt wurde, der sogar im Zug nochmals nach uns sah.

In Varanasi wohnen wir in einem Guesthouse in der Altstadt, direkt am Ganges. Das hat einige Nachteile. Zum einen die engen, dreckigen Gassen und zum anderen die vielen Mücken. Wir haben es aber bisher noch geschafft, jeden Mückenstich zu umgehen (dank Astrids nächtlichen Einsatzes). Heute haben wir den Durga und den Dichter Tempel besichtigt. Beide waren ganz ok und beim ersten konnten wir auch mal den gelebten Hinduismus erleben. Wie wir später bemerkten, durften wir  als Nicht-Hindus gar nicht hinein. Dennoch wurden wir von Brahmanen gesegnet und erhielten ein schwarzes Bändchen (von dem wir nicht wissen, was es bedeutet, hoffentlich was gutes) und natürlich den obligatorischen roten Punkt.

Morgen Abend geht es dann weiter.  Wieder einmal nehmen wir den Nachtzug nach Bhubaneswar. Der Ticketkauf stellte sich als sehr langwierig aus - ganze zwei Stunden sassen wir herum und schwätzten mit allen möglichen anderen Nationen. Der Heimweg stellte sich als sehr schwierig heraus. Erstens sieht im Dunkeln alles anders aus und zweitens wusste unser Rikshafahrer überhaupt nicht wo er war, wir auch nicht! Varanasi ist nicht nur sehr unübersichtlich, sondern auch die Pilgerstadt Nummer 1 der Hindus. Morgen wollen wir extra früh aufstehen und das rituelle Treiben der Pilger an den Ghats beobachten.


Zugfahrt von Varanasi nach Bhubaneshwar
Nun gibt es mal wieder Nachricht aus Indien. Fuer uns ist viel passiert, seit wir uns das letzte Mal gemeldet haben, obwohl es doch erst eine Woche her ist.
Bevor wir Euch alles berichten, wollen wir Euch erstmal die Nase lang machen. Wir sitzen gerade an einer Strandbar in Puri und trinken eine Kokusnuss. Wir sind gerade mal wieder im Urlaub in der Welt der Touristen und Backpacker und lassen es uns gut gehen.

Aber von Vorne ...
Varanasi (in der grössten Pilgerstadt Indiens waschen sich morgens übrigens weniger Pilger im Ganges als sie Touristen von Booten aus beobachten, dafür waren die tausenden von Drachen schön, die die Kinder jeden Tag steigen liessen) verliessen wir in einem völlig überfüllten Zug. Da unser Ticketkauf recht spät war, mussten wir mit dem einfachsten Abteil vorlieb nehmen. Trotz reservierter Liegen, hatten wir alle Mühe unseren Platz gegen acht Männer zu verteidigen, deren Plätze wo auch immer waren. Auch auf den anderern Liegen schliefen teilweise bis zu vier Personen. Dies machte die Zugfahrt zwar sehr unbequem, aber für diese Anzahl von Menschen auf geringem Raum ging es sehr friedlich zu. Die indischen Landschaften zogen an uns vorbei, geschlagene 22 Stunden. Wir bemerkten die wechselnden Klimazonen, streiften schöne Bergketten, sahen Steppen und Reisterrassen. Noch erzählenswert ist ausserdem unser Zusammentreffen mit den indischen Mannfrauen (Transvestiten), die singend und tanzend durch den Zug zogen. Dies ist hier nicht wie in Deutschland, sie leben in traditionellen Gemeinschaften unter ihrem Guru und treten auf Feierlichkeiten auf, da sie Glück bringen sollen. Leider haben wir den Hindi-Ausdruck dafür vergessen.

Der erste Eindruck der Tanzschule Srjan
In Bhubaneswar machten wir uns nach einer Nacht Pause auf in die Tanzschule Srjan, unserer Heimat fuer die nächsten Wochen. Hier wurden wir freundlich aufgenommen und inzwischen haben wir auch einen Überblick über die Gewohnheiten, den Tagesablauf und die Personen des Haushaltes.

Zuerst müssen wir unseren Guru Radikant Mohapatra, einen viel beschäftigten aber umgänglichen Mann, vorstellen. Er ist Leiter der Tanzschule. Seine Frau Sujata ist nicht nur sehr warmherzig und beeindruckend, sie ist auch eine der besten lebenden Odissi-Tänzerinnen. Ausserdem versucht sie uns in die familiären und religiösen Bräuche einzubeziehen. So wurden wir z.B. zu ihr in den Haustempel geschupst, wo sie auf dem Boden sass und Mantras sang und dazu fantastisch zimbelte. Nicht genau wissend was wir tun sollten, setzten wir uns dazu und versuchten uns musikalisch zu integrieren. Auch sonst verwöhnt uns Sujata mit Reispudding und anderen süssen Köstlichkeiten. Wir haben allerdings den Eindruck, dass die Beziehung zwischen Radikant und Sujata nur formell ist.

Die Mutter des Gurus, die Guruji, lebt auch im Haus und wird mit aller Ehrbezeugung behandelt. Sie war es auch, die bei der Wiederentstehung des Tanzes eine massgebliche Rolle gespielt hat. Auch wir müssen ihr den nötigen Respekt erweisen, indem wir jeden Morgen mit einem indischen Gruss ihre Füsse berühren und dann ihren Segen aufnehmen.

Neben der kleinen verwöhnten Tochter von Sujata und Radikant lebt in diesem Haushalt noch jede Menge Personal. Daran könnt ihr schon sehen, dass unserer Familie fuer indische Verhaeltnisse sehr reich ist. Auch das Haus ist sehr gross, hat geräumige Zimmer, verschiedene verwinkelte Terrassen und zwei Tanzräume mit Steinböden (arme Gelenke).

Sehr befremdend ist für uns auch das Herren/Dienerverhältnis in Indien. Die Angestellten werden zwar fast wie Familienmitglieder behandelt, müssen dafuer aber immer präsent sein, haben keine Privatsphäre und, was für uns das Schlimmste ist, sie essen am Boden während wir am Tisch speisen. Dies gehört zu den unschönen Dingen in Indien, an die wir uns gar nicht gewöhnen wollen.

Von den Angestellten haben wir am meisten mit Mommata zu tun, einer jungen und sehr süssen Frau, die als Kindermädchen und Mädchen für alles arbeitet. Oft tut sie uns leid weil jeder den ganzen Tag nach ihr ruft. Ihre Mutter und kleine Schwester leben und arbeiten auch in Srjan.

Der in Srjan lebende Hauspriester und sein Gehilfe sorgen für das Seelenheil der Bewohner. Nach dem Gebet bekommen wir im Übrigen immer köstliche Süssigkeiten oder Früchte von ihm.

Ein junger Mann kümmert sich um das Büro. Ausserdem ist da noch der Koch, der sich einen Spass daraus macht, uns trotz Protest immer wieder den Teller voll zu schaufeln (heute gab es Spaghetti zum Frühstück). Aber wir haben auch immer Hunger und sind ausser dem Tanzen immer nur am Essen. Essen ist in Indien im übrigen keine soziale Angelegenheit, jeder isst wenn er Hunger hat und dass so schnell wie möglich.

Kommen wir zum eigentlichen Grund unserers Aufenthaltes in Srjan (ausser dem Essen): Das Tanzen. Rosy, unserer kleine und hübsche Lehrerin, schafft uns ganz schön. Jeden Tag tanzen wir ungefähr fünf Stunden, wir schwanken dabei zwischen Verzweiflung, Hoffnung und Überforderung. Dennoch lernen wir viel und manchmal macht es sogar Spass.
Ausser uns schwirren immer viele andere Tänzerinnen (auch ein paar Tänzer) im Haus herum, von denen wir vor allem Jumu besser kennengelernt haben. Dies liegt daran, dass sie unentwegt in unser Zimmer kommt (auch nachts) um sich, ihre Wäsche oder sonst was zu waschen. Ausserdem spricht sie einigermassen gut Englisch und so kann man immer wieder ein Schwätzchen einlegen.

Insgesamt ist der Haushalt sehr inspirierend, da hier immer getanzt und musiziert wird.
Trotzdem freuen wir uns auch über unser freies Wochenende, dass wir in Puri am Strand verbringen. Hier können wir einfach mal rumgammeln und auch mal für uns sein.


4-Wochen Intensivtraining in Srjan
Einer Herausforderung der besonderen Art stellten wir uns, indem wir den klassischen indischen Tanz Odissi in der Tanzschule Srjan studierten. Srjan ist eine der führenden Tanzschulen im Odissitanz, gegründet von Guru Kelchuran Mohapatra, der leider schon verstorben ist. Sein Wirken wird von seinem Sohn Guru Ratikant Mohapatra,als Leiter der Tanzschule und seiner Schwiegertochter Sujata als eine der besten lebenden Odissi-Tänzerinnen weiter getragen. Die Tanzschule verfügt über eine international arbeitende Tanzgruppe und eine auch sehr professionell wirkenden Schülergruppe.

Sowohl die körperlichen wie auch die mentalen Belastungen waren sehr hoch. Morgens und abends hatten wir jeweils zwei Stunden Unterricht. Da jedoch das Pensum ohne eigenständiges Üben nicht zu bewältigen war, trainierten wir zwischendurch noch gut drei Stunden alleine.

Leider hatten wir grosse Schwierigkeiten mit den verschiedenen Stilrichtungen im Odissitanz, Grundschritte und auch generelle Körperhaltung unterschieden sich sehr von dem zu Hause Gelernten. Obwohl die Rekonstruktion des Odissi Tanzes erst in den 50er Jahren des letztenJahrhunderts stattgefunden hat, haben sich doch sehr unterschiedliche Stilrichtungen herausgebildet. Leider auch zwischen Gurus, die früher einmal zusammengearbeitet haben. So gingen wir nach Srjan, der Schule Kelchuran Mohaptra, da wir annahmen, dass hier der gleiche Stil vermittelt wird wie der des Gurus Mayadhar Raut, dessen Stil wir in Deutschland lernen.

Der morgendliche Unterricht begann mit den Grundschritten. Alle zehn Schritte der Chauka- und Triphangi-Serie wurden durchgegangen. Nach diesen schweisstreibenden Übungen und in den abendlichen Kursen beschäftigten wir uns mit unseren Choreographien.  Astrid lernte zunächst den Namami Manglascharan, den Eröffnungstanz, der dem Gott Ganesha gewidmet ist und Rosa Batu, ein Tanz der allein der Vertiefung der Tanztechnik dient (für alle nicht Tänzer und zur besseren Unterscheidung: Beim Manglascharan bekommt man Blasen an den Fuessen und beim Batu so viel Hornhaut, dass sich sehr schnell Risse bilden). Diese zwei Tänze beherrschen im übrigen schon die kleinen fünfjährigen Mädchen aus den Tanzgruppen und dies um einiges besser wir wir.

Danach wagten wir uns an einen Abbinayah. Wir beschäftigten uns mit dem fünften Lied der Gita Govinda, in dem Radha ihrer Freundin ihr Leid über den untreuen Krishna klagt. Hier wurde unsere Ausdruckskraft ganz schön gefordert und unserer Lehrerin schien nie ganz zufrieden mit uns zu sein.

Wir konnten uns sehr schnell auf den Tagesablauf einstellen, unser Körper jedoch litt unter den grossen Belastungen. Dies lag vor allem auch daran, dass immer auf Steinboden getanzt wurde – noch eine Woche nach der letzten Unterrichtsstunde taten unsere Knie weh. Was mehr Eingewöhnung bedurfte, war der Unterrichtstil. Besonders augenfällig wurde dies, wenn wir an den Kursen der kleinen Mädchen teilnahmen. Didaktik ist hier ein Fremdwort und wir wundern uns, wie die Kinder Choreographien erlernen, dürfen doch nur diejenigen mittanzen, die den Tanz schon beherrschen und alle anderen müssen sich an die Seite setzen. Strenge scheint in Indien zudem ein Zeichen für guten Unterricht zu sein, ganz anders wie wir verwöhnten Westler es kennen. So wunderten wir uns, dass die kleinen Mädchen immer wieder zum Tanzen kamen. Wir konnten es uns nur damit erklären, dass sie von ihren Eltern dazu gezwungen wurden. Hatten wir alleine Unterricht, bekamen wir natürlich eine besondere Behandlung. Unserer Lehrerin war sehr geduldig und auf Anfrage wiederholten wir auch fünf mal ein und dieselbe Bewegung.

Wenn der Guru nicht anwesen war, konnten wir sich auch mal zu einem Schwätzchen verleiten. Überwiegend lernen Mädchen den Odissi Tanz. In unserer Tanzschuel waren in allen Kursen inklusive Auftrittsgruppe nur zwei Männer. Auch die aufführenden KünstlerInnen sind überwiegend Frauen. Leider spiegelt sich dieses Verhältnis nicht in den Machtpositionen wieder. Alle uns bekannten Gurus sind männlich …

Alles in allem war es für uns sehr inspirierend in Srjan gewesen zu sein und hier grosse Künstler am Werke zu sehen. Die vier Wochen, die wir dort gelebt haben, haben uns auch ermöglicht Einblicke in das wirkliche indische Leben zu bekommen. Sowohl künstlerisch wie auch emotional fühlen wir uns sehr berreichert und möchten allen lieben Menschen danken, die wir in Srjan kennenglernt haben.