Frauenkleidung

Rajasthani Lengha CholiIndien - das Land der Farben. Diese bunten Farben findet man natürlich in den vielen verschiedenen Kleidungsstücken der indischen Frau -  vom Sari über das Lengha Choli oder Salwar Kameez bis hin zu westlichen Kleidungsstücken oder ein Mix aus Allem. In den indischen Städten ergibt sich so ein abwechslungsreiches Bild. Auf dem Land ist die Bekleidung jedoch traditioneller. 

Choli
Ein Choli (oder Blouse/Bluse) ist das traditionelle Oberteil zum Sari. Es ist ein bauchfreies Oberteil mit kurzen Ärmeln, meist wird es vorne mit Häkchen geschlossen. Die Schnitte und Formen variieren je nach Modegeschmack. Hintergrund ist, dass die Oberarme einer Inderin immer bedeckt sein sollen.
Die Inderinnen tragen zum Sari jedoch nicht die bei uns angebotenen Stretch-Samt-Choli, sondern aus Saristoff geschneiderte (und somit haargenau passende) Blusen
Ursprünglich waren die Choli Rückenfreil und wurden im Rücken gebunden. Im Tribal Tanz werden diese Oberteile auch oft benutzt.


Dupatta
Die Dupatta ist ein breiter Schal, der entweder zum Salwar Kameez, Sari, Lengha Choli etc. getragen wird. Die Dupatta ist meist aus dem gleichen Material wie die Kleidung selbst, entweder einfarbig und/ oder mit Stickereien etc.
Die Dupatta trägt man lose um den Hals gelegt, oder wie eine Schärpe. Bei verschiedenen Anlässen formeller oder religiöser Art dient sie auch dazu beide Schultern und den Kopf zu bedecken.


Lengha Choli
Aus  Rajastan kommt die Kombination von Choli mit langem Rock (Ghagra, Lengha oder Lahenga). Die Teile sind meist reich bestickt, oft doppellagig gearbeitet. Besonders prächtige Lenga Cholis werden als Hochzeitskleid getragen und sind ein typisches Kostüm für Bollywood Tänze. Eine besonders reichaltig bestickte Dupatta gehört immer dazu und wird um Schultern gelegt oder am Haar festgesteckt. Heutzutage wird ein Lenga Choli auch als Party-Outfitt verwendet. Es gibt Unmengen an verschiedenen Designs und eines ist prachtvoller als das andere. Salwar Kameez


Salwar Kameez
Asiatische Einwanderer brachten dieses Kleidungsstück nach Indien - sie führten somit erstmals genähte Kleidung ein! Diese Art von Kleidung ist übrigens in Südasien, Südeuropa, dem Balkan, Kleinasien, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Persien zu finden. Bei Salwar Kameez handelt es sich um ein dreiteiliges Kleidungsstück für Frauen und Mädchen. Es besteht aus einer "Pumphose" (Salwar), einem langen Oberteil (Kameez) und einem Schal (Dupatta). In Indien wird diese Kombination "punjabi dress" genannt.

Der Name "Salwar" stammt übrigens vom türkischen Wort "chalwar" (arabisch sherwal) ab. In Indien nennt man sie auch "pyjama". Diese Pumphose (Pluderhose, Haremshose) ist in der Taille und am Bein entweder weit oder auch eng geschnitten. Einige Hosen verengen sich bereits am Knie, andere erst am Knöchel.

Sari
Hindus glaubten, dass nur Stoff, der nicht mit einer Nadel in Berührung gekommen ist, "rein" sei. Lange bevor genähte Kleidung Sarinach Indien kam, trugen indische Frauen ein gewickeltes Gewand.

Das Schönheitsideal des alten Indien war offensichtlich eine schmale Taille, große Oberweite und ausladende Hüften. Die Saris wurden so drapiert, dass jede Frau diesem Schönheitsideal entsprechen konnte.

Es gibt regional unterschiedliche Wickelweisen für den Sari. Der Sari kann auch aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt sein: einfache Baumwolle, Mischgewebe mit Seide, Kunstseide bis hin zur reinen Seide. Es gibt einfache Saris, bedruckte, mit eingewebten Mustern, mit Gold- oder Silberborten, bestickt oder komplett mit Gold- und/oder Silberfäden durchwoben. Ein Sari ist eigentlich nur ein rechteckiges Stück Stoff, ca. 110 cm breit und zwischen 5,50 und 9 m lang. Dieser Stoff wird so um den Körper gewickelt, dass er einen doppelten Rock und einen Überwurf über die Schulter (Pallu oder Pallav) bildet. Oft wird dieser Überwurf auch über den Kopf geschlungen.

Ursprünglich trugen nur Hindus den Sari, er zeigte die Kaste der Trägerin an. Heutzutage kann man den Sari getrost als das Nationalgewand Indiens nennen. Hochzeitssaris sind besonders prachtvoll und je nach Region unterschiedlich in der Farbe.

Auch zum Tanzen kann der Sari getragen werden. Dafür gibt es unterschiedliche Wickelweisen. Eine Möglichkeit ist, ihn um ca. 10 bis 20 cm zu verkürzen in dem man ihn um diese Länge umschlägt. So reicht der Saris nur bis knapp über die Knie. Gewickelt wird er dann auf die übliche Weise. Anstatt eines Petticoats (Unterrock) wird dann eine Hose dazu getragen. Eine andere Methode ist es, den Sari gleich wie eine Hose zu wickeln. Viele Frauen auf dem Lande tragen ihn auch so, damit sie genügend Freiheit zum Arbeiten haben.



TanzfundusViele dieser Schmuckstücke und auch prächtige Lenga Cholis sind in unserem Partnershop www.tanzfundus.de erhältlich. Einige Bilder sind direkt mit dem Tanzfundus verlinkt, so dass ein Draufklicken ausreicht, um zu dem entsprechenden Schmuckstück im Tanzfundus zu gelangen.